Floridsdorf liegt nördlich der Donau und gehört erst seit 1904 zu Wien. Das merkt man: Der Bezirk hat mehrere eigene Ortskerne, die sich bis heute wie Dörfer anfühlen.

Im Süden liegt die Alte Donau, ein Altarm, der im Sommer zum Baden und Segeln genutzt wird. Im Norden steigt das Gelände zum Bisamberg an, wo wieder Wein angebaut wird – Stammersdorf ist eine der Heurigengegenden Wiens, in der praktisch keine Gäste sitzen.

Für Besucher ist Floridsdorf ein Bezirk für den zweiten Blick: Wer wissen will, wie Wien außerhalb der Postkarten funktioniert, findet hier eine ehrliche Antwort.

Der Bezirk war lange industriell geprägt – Lokomotivfabrik, Ölraffinerie, Werften – und wandelt sich seit einigen Jahren stark. Rund um den Bahnhof Floridsdorf entstehen neue Stadtteile, während die alten Ortskerne wie Strebersdorf, Jedlesee und Stammersdorf ihren dörflichen Charakter behalten haben. Diese Gleichzeitigkeit macht Floridsdorf zu einem der aufschlussreichsten Bezirke für alle, die Stadtentwicklung interessiert.

**Anbindung:** U6 (Floridsdorf, Neue Donau), S-Bahn Floridsdorf, Straßenbahn 25, 26, 30 und 31.

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