Flakturm Augarten

Im Augarten stehen zwei Betontürme aus dem Zweiten Weltkrieg. Wer sie besuchen will, sollte wissen: Begehbar sind sie nicht. Es gibt keinen Eingang für Besucher, keine Ausstellung und keine regulären Führungen. Ein Besuch heißt: davorstehen, den Maßstab begreifen und durch den Park gehen. Das klingt nach wenig und ist trotzdem einer der eindrücklichsten Orte Wiens.

Lohnt sich der Besuch?

Der Gefechtsturm misst 43 mal 43 Meter Grundfläche bei 55 Metern Höhe. Die Wände sind 2,5 Meter dick, die Decke 3,5 Meter. Diese Zahlen sagen wenig, bis man davorsteht. Der Turm überragt die barocke Gartenanlage so weit, dass man ihn aus dem halben zweiten Bezirk sieht.

Der Kontrast ist der eigentliche Grund herzukommen: ein Barockgarten aus dem 17. Jahrhundert, Alleen, Wiesen, Menschen beim Picknick – und mittendrin ein Betonblock, den man nicht wegbekommt. Genau darin liegt seine Wirkung als Mahnmal. Ein Rundgang um beide Türme dauert etwa eine halbe Stunde, mit dem Park herum rechne mit anderthalb.

Wenn du einen Flakturm von innen sehen willst, musst du in den sechsten Bezirk: Im Leitturm im Esterházypark ist das Haus des Meeres untergebracht.

Tickets und Preise

Der Augarten ist frei zugänglich, und da die Türme ohnehin nicht betreten werden können, entstehen keine Kosten.

Öffnungszeiten und beste Zeit

Der Park hat saisonal unterschiedliche Zeiten und schließt im Winter deutlich früher als im Sommer. Die Türme stehen im Freien und sind während der Parköffnung jederzeit zu sehen.

Für Fotos ist der späte Nachmittag am besten: Dann steht die Sonne seitlich, und die Schalungsspuren im Beton treten hervor. Im Winter, wenn die Bäume kahl sind, wirkt der Turm größer, weil nichts ihn verdeckt. Im Sommer verschwindet er teilweise hinter dem Laub.

Anfahrt

Mit der U2 bis Taborstraße, von dort rund zehn Minuten zu Fuß. Alternativ mit der Straßenbahnlinie 2 oder 31 bis in die Nähe der Oberen Augartenstraße. Der Park hat mehrere Eingänge; vom Eingang Obere Augartenstraße aus siehst du den Gefechtsturm sofort.

Ein Auto brauchst du nicht, und im Park ist ohnehin nicht gefahren. Mit dem Rad ist die Anfahrt entlang des Donaukanals angenehm.

Geschichte in Kürze

In Wien stehen drei Flakturmpaare: im Arenbergpark, bei der Stiftskaserne im Esterházypark und im Augarten. Gebaut wurde immer paarweise – ein Gefechtsturm mit den Kanonen und ein Leitturm für die Zielerkennung.

Das Augartner Paar trägt die Bezeichnung Turmpaar VII und gehört zur Bauart 3. Es entstand zwischen Juli 1944 und Jänner 1945 und war damit das letzte der drei Wiener Paare. Die unteren Etagen standen schutzsuchenden Menschen zur Verfügung.

1946 wurde der Gefechtsturm durch eine unbeabsichtigte Munitionsexplosion im Inneren beschädigt. Seither sind beide Türme ungenutzt. Ein Abriss käme wegen der Bauweise und der Lage im Park kaum in Frage.

Andere Wiener Flaktürme haben eine neue Nutzung gefunden: Im Leitturm im Esterházypark sitzt das Haus des Meeres, der Gefechtsturm im Arenbergpark dient als Depot des Museums für angewandte Kunst. Der zugehörige Leitturm dort wird für gelegentliche Ausstellungen und Führungen genutzt. Im Augarten hat sich dagegen bis heute keine Verwendung gefunden.

Die drei Wiener Paare entstanden nacheinander: zuerst der Arenbergpark ab Dezember 1942, dann die Stiftskaserne ab Oktober 1943, zuletzt der Augarten. Wer alle sechs Türme sehen will, hat damit eine ungewöhnliche Stadtführung durch drei Bezirke – und sieht an den Bauarten, wie sich die Konstruktion im Lauf des Krieges veränderte.

In der Nähe

  • MuTh – der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben, am Rand desselben Parks.
  • Donaukanal-Promenaden – gut anderthalb Kilometer, mit Lokalen und Street Art.
  • Sigmund-Freud-Museum – auf der anderen Kanalseite im neunten Bezirk.

Tipp

Such dir den Leitturm. Fast alle sehen nur den wuchtigen Gefechtsturm und übersehen den zweiten, schlankeren Bau. Erst im Zusammenspiel wird das System verständlich: Der eine schoss, der andere sagte ihm, wohin. Beide stehen so weit auseinander, dass man sie selten auf einem Bild hat.

Einrichtungen

  • nicht barrierefrei
  • Hunde erlaubt im Park
  • kinderfreundlich
  • kostenfrei zugänglich
  • Fotografieren erlaubt außen

Karte

FAQs

Nein. Beide Türme sind ungenutzt und nicht für Besucher zugänglich. Es gibt keinen Eingang, keine Ausstellung und keine regulären Führungen. Ein Besuch bedeutet, die Türme von außen anzusehen und durch den Augarten zu gehen. Wer einen Flakturm von innen erleben will, findet im Esterházypark im sechsten Bezirk das Haus des Meeres im dortigen Leitturm.

Der Gefechtsturm hat eine Grundfläche von 43 mal 43 Metern und ist 55 Meter hoch. Die Wände sind 2,5 Meter dick, die Decke misst 3,5 Meter. Diese Maße erklären, warum ein Abriss nie ernsthaft verfolgt wurde: Der Aufwand wäre enorm, und der Turm steht mitten in einem denkmalgeschützten Barockgarten.

Zwischen Juli 1944 und Jänner 1945. Damit ist das Augartner Turmpaar das letzte der drei Wiener Paare – die anderen stehen im Arenbergpark und beim Esterházypark. Gebaut wurde immer paarweise: ein Gefechtsturm für die Kanonen und ein Leitturm für die Zielerkennung. Das Augartner Paar trägt die Bezeichnung Turmpaar VII, Bauart 3.

Wegen der Bauweise. Bei 2,5 Meter dicken Wänden und einer 3,5 Meter starken Decke wäre eine Sprengung mitten in einem denkmalgeschützten Park kaum verantwortbar. 1946 beschädigte eine unbeabsichtigte Munitionsexplosion im Inneren den Gefechtsturm zusätzlich. Seither steht er ungenutzt – und wirkt gerade dadurch als Mahnmal.

Mit der U2 bis Taborstraße und von dort rund zehn Minuten zu Fuß. Alternativ mit der Straßenbahnlinie 2 oder 31 in die Nähe der Oberen Augartenstraße. Der Park hat mehrere Eingänge; vom Eingang Obere Augartenstraße siehst du den Gefechtsturm sofort. Ein Auto brauchst du nicht, mit dem Rad ist die Strecke entlang des Donaukanals angenehm.

Für einen Rundgang um beide Türme reicht eine halbe Stunde. Wenn du den Augarten dazunimmst – und das solltest du, weil erst der Kontrast die Wirkung ausmacht – rechne mit anderthalb Stunden. Der Park ist groß genug für einen längeren Spaziergang, und am Rand liegt das MuTh, der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben.

Weitere Bilder

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In der Nähe

Orte im Umkreis – sortiert nach Entfernung zu Flakturm Augarten.

MuTh – Konzertsaal der Wiener Sängerknaben 820 m

MuTh – Konzertsaal der Wiener Sängerknaben

Am Augartenspitz 1, 1020 Wien

  • Kostenpflichtig
  • Musik, Bühne & Theater
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Nußdorfer Str. 54, 1090 Wien

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Johann-Strauß-Wohnung 1,5 km

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Praterstraße 54, 1020 Wien

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Jazzland

Franz-Josefs-Kai 29, 1010 Wien

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