Wien in 2 Tagen: Route für Erstbesucher mit Zeitplan (2026)

Tag 1 zu Fuß durch die Innenstadt, Tag 2 von Schönbrunn bis zum Riesenrad. Mit Gehzeiten zwischen allen Stopps, Plan B für Regen und den tatsächlichen Kosten.

Diese Route ist für dich, wenn du zum ersten Mal in Wien bist und zwei volle Tage hast. Tag 1 bleibt in der Innenstadt und geht komplett zu Fuß. Tag 2 verbindet Schloss Schönbrunn mit dem Prater. Bewusst weggelassen sind Belvedere, Zentralfriedhof und Heuriger – jeder davon braucht einen halben Tag für sich.

Ein Hinweis vorab: Das Kunsthistorische Museum hat montags geschlossen, und den Stephansdom kannst du sonntags erst ab 13 Uhr besichtigen. Fällt dein erster Tag auf einen Sonntag oder Montag, tausch die beiden Tage.

Tag 1

Der erste Tag spielt im 1. Bezirk. Ein Öffi-Ticket brauchst du nur für die An- und Abreise zum Hotel. Die reine Gehzeit liegt über den ganzen Tag bei knapp einer Stunde.

Vormittag: vom Stephansdom zur Hofburg

Stephansdom – Fang um 9 Uhr an. Von Montag bis Samstag ist der Dom für Besucher von 9 bis 11.30 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet. Der Eingangsbereich ist frei zugänglich. Für Südturm, Nordturm und Katakomben zahlst du extra. Der Südturm hat nur Stufen, zum Nordturm fährt ein Aufzug.

Weiter: 5 Minuten zum Graben.

Graben – Die breite Fußgängerzone ist seit 1974 autofrei. In der Mitte steht die Pestsäule, errichtet zwischen 1679 und 1692. Bleib kurz stehen und schau nach oben: Die Fassaden hier sind die eigentliche Sehenswürdigkeit.

Weiter: 2 Minuten zur Peterskirche.

Peterskirche – Die Kirche liegt versteckt in einer Seitengasse des Grabens. Sie war der erste barocke Kuppelbau Wiens, der Innenraum ist oval. Der Eintritt ist frei, zehn Minuten reichen.

Weiter: 3 Minuten zum Kohlmarkt.

Kohlmarkt – Die Einkaufsstraße führt direkt auf die Kuppel der Hofburg zu. Am Ende öffnet sich der Michaelerplatz.

Weiter: 2 Minuten zum Michaelertor der Hofburg. Vom Stephansplatz bis hierher sind es ohne Stopps rund 7 Minuten.

Hofburg – Das Tagesticket für Sisi Museum und Kaiserappartements kostet 20 Euro. Rechne mit etwa einer Stunde. Geöffnet ist täglich von 9 bis 17.30 Uhr, letzter Einlass um 16.30 Uhr.

Weiter: 6 Minuten durch die Herrengasse zum Café Central.

Mittag: Café Central

Café Central – Das Kaffeehaus liegt im Palais Ferstel in der Herrengasse 14 und hat seit 1876 geöffnet. Wenn dir der Andrang zu groß ist, weich ins Café Hawelka aus. Es liegt zwei Minuten vom Graben entfernt.

Weiter: 12 Minuten zurück über den Michaelerplatz und durch die Hofburg zum Heldenplatz.

Nachmittag: Heldenplatz bis Kunsthistorisches Museum

Heldenplatz – Der Durchgang durch die Hofburg endet auf dem weiten Platz vor der Neuen Burg. Hier merkst du zum ersten Mal, wie groß die Anlage ist.

Weiter: 4 Minuten zum Volksgarten.

Volksgarten – Der Park grenzt direkt an den Heldenplatz. Im Rosengarten stehen über 3.000 Rosensträucher aus mehr als 200 Sorten. Setz dich eine Viertelstunde auf eine Bank, bevor das Museum kommt.

Weiter: 8 Minuten über die Ringstraße zum Kunsthistorischen Museum.

Kunsthistorisches Museum – Der Eintritt kostet online 22 Euro, vor Ort 24 Euro. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr. Montags bleibt das Haus zu. Nimm dir zwei Stunden und such dir vorher drei Säle aus, statt alles sehen zu wollen.

Weiter: 9 Minuten zur Staatsoper.

Abend: Staatsoper und ein Würstel

Wiener Staatsoper – Für spontane Besucher gibt es Stehplätze. Sie werden nur am Tag der Vorstellung verkauft, insgesamt sind es 435. Wenn dich Oper nicht reizt, reicht auch der Blick auf das beleuchtete Haus von außen.

Weiter: 2 Minuten zum Würstelstand.

Würstelstand Bitzinger – Der Stand neben der Albertina ist der einfachste Abschluss des Tages: eine Käsekrainer im Stehen, mit Blick auf die Oper. Von hier bist du in wenigen Minuten bei der U-Bahn am Karlsplatz.

Tag 2

Der zweite Tag braucht die Öffis. Du fährst morgens nach Schönbrunn, mittags zum Naschmarkt und abends in den Prater. Damit kommst du auf vier bis fünf Fahrten, und ab der vierten lohnt sich das 24-Stunden-Ticket.

Vormittag: Schönbrunn und Gloriette

Schloss Schönbrunn – Fahr mit der U4 bis zur Station Schönbrunn. Das Schloss öffnet täglich um 8.30 Uhr. Das Palace Ticket führt dich mit Audioguide durch die gesamte Beletage, dauert rund 75 Minuten und kostet 42 Euro. Schloss und Gärten sind seit 1996 UNESCO-Welterbe.

Weiter: 15 Minuten bergauf durch den Schlosspark zur Gloriette.

Gloriette – Der Bau auf dem Hügel stammt aus den Jahren 1775 bis 1780. Der Weg dorthin kostet nichts: Der Schlosspark ist täglich von 6.30 bis 20 Uhr frei zugänglich. Von oben siehst du das Schloss und dahinter die ganze Stadt. Die Aussichtsterrasse auf dem Dach ist extra zu bezahlen.

Weiter: rund 20 Minuten zurück zur U4 Schönbrunn, dann ohne Umsteigen bis Kettenbrückengasse.

Mittag: Naschmarkt

Naschmarkt – Der Markt liegt seit 1916 an der Wienzeile. Die Stände haben Montag bis Freitag von 6 bis 21 Uhr offen, samstags bis 18 Uhr. Sonntags sind nur die Lokale geöffnet. Iss hier zu Mittag: Zwischen Fisch, Käse und internationalen Imbissen findest du für jedes Budget etwas.

Weiter: 9 Minuten zur Karlskirche.

Nachmittag: Karlskirche und Donaukanal

Karlskirche – Kaiser Karl VI. ließ die Kirche nach der Pest von 1713 bauen. Der Grundstein wurde 1716 gelegt, entworfen hat sie Johann Bernhard Fischer von Erlach. Setz dich an das Wasserbecken davor, das ist der beste Blick auf die Fassade.

Weiter: Mit der U1 vom Karlsplatz zwei Stationen bis Schwedenplatz.

Donaukanal – Hier siehst du ein anderes Wien als am Vormittag. Im Sommer öffnen am Ufer Lokale wie die Strandbar Herrmann oder das Badeschiff. Geh ein Stück flussabwärts und lass dir Zeit.

Weiter: 22 Minuten zu Fuß über die Praterstraße zum Prater. Wenn die Beine müde sind, fahr mit der U1 zwei Stationen bis Praterstern.

Abend: Prater und Riesenrad

Prater – Der Eintritt auf das Gelände ist frei, du zahlst nur pro Fahrgeschäft. Die Hauptsaison läuft von Mitte März bis Ende Oktober. Außerhalb davon sind viele Fahrgeschäfte zu.

Weiter: 4 Minuten zum Riesenrad.

Wiener Riesenrad – Das Rad dreht sich seit 1897. Die Kabinen bringen dich auf fast 65 Meter über die Dächer. Plan die Fahrt zur Dämmerung ein: Dann siehst du die Stadt noch im Hellen und die ersten Lichter gehen an.

Wenn es regnet

An Tag 1 fallen Heldenplatz und Volksgarten weg. Geh stattdessen von der Hofburg in die Albertina, das sind 6 Minuten. Sie hat täglich von 10 bis 18 Uhr offen, mittwochs und freitags bis 21 Uhr. Damit ist sie auch dein Ersatz, wenn Tag 1 auf einen Montag fällt. Im Kunsthistorischen Museum kannst du im Café unter der Kuppel eine längere Pause machen.

An Tag 2 lässt du die Gloriette aus. Das Technische Museum liegt 11 Minuten vom Schloss entfernt und füllt locker zwei Stunden. Nach dem Naschmarkt wärmst du dich im Café Sperl auf, 6 Minuten entfernt. Die Kabinen des Riesenrads sind geschlossen, die Fahrt geht also auch bei Regen.

Was die zwei Tage kosten

Alle Preise gelten für Erwachsene, Stand September 2026.

Öffis

Eine Einzelfahrt kostet 3,20 Euro, das 24-Stunden-Ticket 10,20 Euro. Online gekaufte Tickets sind rund fünf Prozent günstiger. Eine 48-Stunden-Karte gibt es seit 1. Jänner 2026 nicht mehr. Für diese Route reichen an Tag 1 zwei Einzelfahrten, also 6,40 Euro. An Tag 2 nimmst du das 24-Stunden-Ticket. Zusammen sind das 16,60 Euro. Mehr zu den Tarifen steht in unserem Überblick zu den Wiener Öffis.

Eintritte

  • Hofburg, Sisi Museum und Kaiserappartements: 20 Euro
  • Kunsthistorisches Museum: 22 Euro online, 24 Euro vor Ort
  • Schloss Schönbrunn, Palace Ticket: 42 Euro
  • Stephansdom: Eingangsbereich frei, Türme und Katakomben extra
  • Riesenrad: Den aktuellen Preis nennt der Betreiber nur im Ticketshop. Rechne mit einem Betrag zwischen zehn und zwanzig Euro.
  • Staatsoper: Stehplätze kosten einen niedrigen zweistelligen Betrag.

Mit Hofburg, Museum und Schloss kommst du auf 84 Euro, das Riesenrad noch nicht mitgerechnet. Kaffeehaus, Naschmarkt und Würstelstand hängen davon ab, wie du isst. Ein Mittagessen im Kaffeehaus liegt eher im oberen Bereich, der Würstelstand am unteren.

Welches Ticket lohnt sich

Zwei Karten werden dir immer wieder angeboten. Sie funktionieren unterschiedlich.

Vienna City Card: Für 48 Stunden kostet sie 31 Euro. Darin stecken zwei 24-Stunden-Tickets, die einzeln 20,40 Euro kosten. Für die übrigen 10,60 Euro bekommst du Rabatte bei über 200 Partnern, dazu einmal 20 Prozent in teilnehmenden Lokalen. Freien Eintritt gibt es damit nicht. An Tag 1 dieser Route brauchst du allerdings kaum ein Öffi-Ticket.

Vienna PASS: Er kostet laut wien.info ab 109 Euro. Dafür hast du freien Eintritt zu bis zu 90 Sehenswürdigkeiten, darunter Schönbrunn, Hofburg und das Kunsthistorische Museum. Das Riesenrad ist ebenfalls dabei, der Hop-on-Hop-off-Bus auch. Öffis sind nicht enthalten.

Was folgt aus den Zahlen? Die bezahlten Eintritte dieser Route liegen bei 84 Euro plus Riesenrad. Das ist weniger als der günstigste Vienna PASS. Er rechnet sich also erst, wenn du zusätzliche Eintritte einplanst. Bei der City Card lohnt sich der Aufpreis nur, wenn deine Rabatte mehr als 10,60 Euro ausmachen. Prüf das vor dem Kauf für die Orte, die du wirklich besuchst.

Drei Fehler, die Erstbesucher machen

1. Den Wochentag nicht einplanen. Am Montag ist das Kunsthistorische Museum zu, am Sonntagvormittag der Stephansdom für Besucher. Wer das nicht weiß, steht vor verschlossener Tür. Schau dir die Öffnungszeiten an, bevor du die Tage festlegst.

2. In der Innenstadt U-Bahn fahren. Vom Stephansplatz zur Hofburg sind es sieben Minuten zu Fuß. Bis du in der Station bist, auf den Zug wartest und wieder oben stehst, bist du nicht schneller. Im 1. Bezirk gehst du besser.

3. Einen Pass kaufen, bevor die Route steht. Pässe rechnen sich nur, wenn du genug der enthaltenen Orte besuchst. Leg zuerst fest, was du sehen willst. Dann addiere die Eintritte und vergleiche mit dem Passpreis.

Und danach?

Wenn dir nach den zwei Tagen das Budget wichtiger ist, findest du hier Sehenswürdigkeiten in Wien, die nichts kosten. Und wenn du beim nächsten Besuch über die Innenstadt hinaus willst, fang mit den Wiener Bezirken an. Wer die Innenstadt genauer kennenlernen will, findet im Rundgang durch den 1. Bezirk die Gassen, die hier keinen Platz hatten.

Orte aus diesem Beitrag

Schloss Schönbrunn

Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien

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Wien, Österreich

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Karlsplatz 10, 1040 Wien

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Opernring 2, 1010 Wien

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Café Central

Herrengasse 14, 1010 Wien

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Naschmarkt Stand/1-5, 1040 Wien

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Gabor-Steiner-Weg, 1020 Wien

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Kohlmarkt

Kohlmarkt, Wien

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Heldenplatz

Heldenplatz 21/4, 1010 Wien

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Würstelstand Bitzinger

Albertinapl. 1, 1010 Wien

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Hofburg Wien

Heldenplatz, 1010 Wien

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Café Sperl

Gumpendorfer Str. 11, 1060 Wien

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Wiener Riesenrad

Gaudeegasse 1, 1020 Wien

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Café Hawelka

Dorotheergasse 6, 1010 Wien

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Volksgarten

1010 Wien

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Gloriettestraße, 1130 Wien

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Graben, 1010 Wien

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Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

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Mariahilfer Str. 212, 1140 Wien

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Gisela-Werbezirk-Promenade, 1020 Wien

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